A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X – Z

Bandscheibenvorfall

 

Bänderdehnung
Bänderriss 
Bänderzerrung 
Baker-Zyste 
Bakterielle Endokarditis 
Bakterielle Ruhr 
Bakterielle Vaginose 
Balanitis 
Ballenzeh 
Bandscheibenvorfall 
Bartholinitis 
Basaliom 
Basalzellkarzinom 
Basedow-Krankheit Bauchhöhlenschwangerschaft Bauchspeicheldrüsenentzündung Bauchspeicheldrüsenkrebs Beckenschiefstand 
Belastungsstörung, posttraumatische Benigne Prostatahyperplasie (BPH) Bettnässen
Bilharziose 
Binge Eating 
Blasenentzündung 
Blasenkarzinom
Blasenkrebs 
Blasensteine 
Blepharitis 
Blinddarmentzündung 
Blindheit
Blutarmut 
Blutdruck, hoher
 
Blutdruck, niedriger 
Bluterguss 
Bluterkrankheit 
Blutgerinnsel 
Bluthochdruck 
Blutkrebs
Blutschwämmchen 
Blutvergiftung 
Borderline-Syndrom 
Borkenflechte 
Borreliose 
Botulismus 
Bronchialkarzinom 
Bronchiektasen 
Bronchitis, chronisch obstruktive Bronchitis, chronische
Brugada-Syndrom 
Brustdrüsensekretion, krankhafte Brustentzündung 
Brustentzündung in der Stillzeit Brustfellentzündung 
Brustkrebs
Brustmilchausfluss, krankhafter Brustschmerzen 
Brusttumoren, gutartige 
Brustzysten 
Bruxismus 
BSE 
Bulimie 
Burkitt-Lymphom 
Burn-out-Syndrom 
Bursitis


 



Wenn der Rücken plötzlich stark schmerzt, denken viele schnell an einen Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps). Doch tatsächlich ist ein Bandscheibenvorfall eher selten die Ursache starker Rückenschmerzen, sondern häufiger ein harmloser Hexenschuss. Umgekehrt muss ein Bandscheibenprolaps nicht unbedingt Schmerzen hervorrufen – viele Betroffene haben keinerlei Beschwerden und der Bandscheibenvorfall wird irgendwann durch Zufall entdeckt. 

Wann kommt es zu einem Bandscheibenvorfall? Ein Bandscheibenvorfall entsteht durch verschleißbedingte (degenerative) Veränderungen der Bandscheiben und der angrenzenden Wirbelkörper. Auch der Alltag vieler Menschen ist nicht besonders rücken- und bandscheibenfreundlich: Mangelnde Bewegung (z.B. bei Büroarbeit) und Übergewicht begünstigen, dass die Bandscheiben verschleißen und können dadurch einen Bandscheibenvorfall fördern. 
Die Bandscheiben verformen sich, ändern ihre Lage und drücken auf die vom Rückenmark abgehenden Nerven (Spinalnerven) und seltener auch auf das Rückenmark selbst. Es kommt in der Regel zu Schmerzen im Rücken, Hals oder in der Schulter. Die Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall können auch in Beine, Füße, Arme und Hände ausstrahlen. 
Bandscheiben sind knorpelige Verbindungen zwischen zwei Wirbelkörpern. Bei Belastungen dienen sie als elastische Puffer und fangen Stöße und Erschütterungen ab. Sie bestehen aus einem Faserknorpelring (Anulus fibrosus) der den weichen Bandscheibenkern (Nucleus pulposus) umschließt. Der Faserknorpelring ist mit einem vorderen und hinteren Längsband verbunden, das entlang der Wirbelsäule verläuft. Mit zunehmendem Alter oder durch dauerhafte Fehlbelastungen können Risse in dem Faserknorpelring entstehen. Wenn der weiche Kern in die Risse dringt, verlagert er sich und wölbt sich dabei über die Ränder des Wirbelkörpers hinaus – und nähert sich damit den benachbarten Strukturen wie den Rückenmarksnerven. 
Bleibt der Faserring intakt, liegt eine Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) vor: Sie ist die Vorstufe des Bandscheibenvorfalls. Durchdringt der Gallertkern den Faserknorpelring komplett, spricht man von einem Bandscheibenvorfall (Prolaps). Sowohl die Vorwölbung als auch der Vorfall können Schmerzen verursachen. 

Ob im Haushalt oder im Berufsleben: Sorgen Sie für eine aufrechte, entspannte Arbeitsposition – Ihre Bandscheiben werden es Ihnen danken! Zum Forum Rückenschmerzen Ein Bandscheibenvorfall entsteht durch verschleißbedingte Veränderungen der Bandscheiben und der angrenzenden Wirbelkörper. Einem Bandscheibenvorfall liegen meist altersbedingte Verschleißerscheinungen zugrunde. Daher leiden vor allem Menschen ab dem mittleren Alter und seltener jüngere Menschen unter Bandscheibenproblemen. Die Bandscheiben befinden sich zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule. Sie dienen dazu, Belastungen und Erschütterungen wie Puffer abzufedern. Im Inneren befindet sich ein gallertartiger Kern, der von einem knorpeligen Faserring umschlossen wird. Tagsüber werden die Bandscheiben durch Belastung zusammengedrückt. Erst bei längerer Entlastung im Liegen regenerieren sie sich und saugen Flüssigkeit aus dem umliegenden Gewebe auf. Dadurch erreichen sie wieder ihre ursprüngliche Form. Mit dem Alter nimmt der Wassergehalt der Bandscheiben ab – sie werden weniger elastisch. Der innere Kern der Bandscheibe verliert seine Pufferfunktion. Es bilden sich Risse im umliegenden Faserring und das hintere Längsband entlang der Wirbelkörper lockert sich. Durch Fehl- oder Überbelastungen der Wirbelsäule kann sich der Gallertkern in den Rückenmarkskanal vorschieben – zum Beispiel beim Heben von schweren Gegenständen vor allem mit vorgebeugtem Oberkörper. Dort drückt er auf das umliegende Nervengewebe. Aber auch Übergewicht, eine dauerhafte Fehlbelastung der Wirbelsäule sowie eine zu schwache Rückenmuskulatur spielen eine Rolle. Selten führen auch Verletzungen oder Unfälle zu einem Bandscheibenvorfall. Ein Bandscheibenvorfall muss nicht unbedingt Schmerzen hervorrufen. Dennoch ist der akute, stechende Schmerz ein typisches Symptom. Meistens ereignen sich Bandscheibenvorfälle im Bereich der Lendenwirbelsäule. Seltener ist die Halswirbelsäule betroffen. Es kommt in der Regel zu Schmerzen im Rücken, im Hals oder in der Schulter. Die Schmerzen können auch in Beine, Füße, Arme und Hände ausstrahlen. Der Arzt ermittelt unter anderem, wie schwer die Nerven beschädigt sind. Dazu überprüft er die Reflexe, die Sensibilität, die Beweglichkeit und eventuell die Nervenleitgeschwindigkeit. Bei Verdacht auf Bandscheibenvorfall ist immer eine Röntgenuntersuchung notwendig. Der Betroffene nimmt dabei verschiedene Positionen ein, sodass die Röntgenbilder die Wirbelsäule in verschiedenen Haltungen zeigen. Bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder Myelographie machen es möglich, das Rückenmark und die Nervenwurzeln darzustellen. Die Therapie ist besonders wichtig, damit sich die Beschwerden nicht im Verlauf verschlimmern oder chronisch werden. Zur konservativen Behandlung des Bandscheibenvorfalls gehören Ruhe und Schmerztherapie. Im akuten Stadium sollte die Wirbelsäule ruhiggestellt und entlastet werden – bei einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule zum Beispiel mit einer Halsmanschette. Schmerzmittel und Präparate zur Muskelentspannung können die Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall lindern. Physiotherapeutische Maßnahmen ergänzen die Therapie. 90 Prozent aller Bandscheibenvorfälle sind konservativ, also ohne chirurgischen Eingriff, behandelbar. Nur bei Nervenschädigungen ist ein operativer Eingriff notwendig. Einem Bandscheibenvorfall können Sie nicht direkt vorbeugen – wohl aber Ihren Rücken stärken! Entlasten Sie Ihre Wirbelsäule zum Beispiel durch gezieltes Rücken- und Bauchmuskeltraining! Schont die Wirbelsäule: eine ergonomische Gestaltung der Sitzgelegenheiten mit höhenverstellbaren Sitzflächen und -lehnen! Sie arbeiten überwiegend im Sitzen? Dann gönnen Sie sich und Ihrem Rücken öfter mal eine Pause. Stehen Sie ab und zu auf und laufen Sie umher! Schwere Gewichte stellen eine besondere Belastung für Ihre Bandscheiben dar. Heben Sie schwere Gegenstände nur aus hockender Position mit durchgestrecktem Rücken, um die Wirbelsäule zu entlasten. Ob im Haushalt oder im Berufsleben: Sorgen Sie für eine aufrechte, entspannte Arbeitsposition – Ihre Bandscheiben werden es Ihnen danken! Zum Forum Rückenschmerzen 

Ein Bandscheibenvorfall entsteht durch verschleißbedingte Veränderungen der Bandscheiben und der angrenzenden Wirbelkörper. Ein Bandscheibenvorfall muss nicht unbedingt Schmerzen hervorrufen. Dennoch gehört der akut auftretende, stechende Schmerz zum klassischen Erscheinungsbild. Grundsätzlich kann ein Bandscheibenvorfall in jedem Bereich der Wirbelsäule auftreten. Die meisten Bandscheibenschäden betreffen jedoch die Lendenwirbelsäule (mehr als 90 % der Fälle). Weniger häufig fallen die Bandscheiben der Halswirbelsäule vor. Ein Bandscheibenvorfall in der Brustwirbelsäule ist sehr selten. 

Ein Bandscheibenvorfall zwischen zwei Lendenwirbeln kann zu 
• Schmerzen und Sensibilitätsstörungen im Rücken führen, 
• die sich teilweise bis in den Fuß erstrecken. Bandscheibenvorwölbungen und -vorfälle in der Halswirbelsäule dagegen verursachen 
• Schmerzen und Sensibilitätsstörungen in der Schulter, 
• im Arm 
• und in den Fingern. 
Bei jungen Menschen treten zwar die gleichen Beschwerden auf, allerdings verursachen hier in der Regel Verletzungen und Überbelastung den Vorfall und somit die Schmerzen. In den meisten Fällen erfolgt bei einem Bandscheibenvorfall eine konservative Therapie. Dazu gehören Ruhe, Schmerztherapie und eine Umstellung der Lebensweise. 

Ein operativer Eingriff ist nur bei etwa zwei von zehn Betroffenen notwendig.

 

FORENARZTSUCHEGLOSSARSYMPTOME A – Z